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Tour in die Townships

Heute morgen bilden Marek aus Stettin, der Guide Hotso und ich eine Gruppe, erfreulich uebersichtlich. Zuerst geht es ins District Six Museum - den District Six haben die Buuren (60.000 Einwohner) in kurzer Zeit entvoelkert, abgerissen und zur weissen Zone erklaert, die Umsiedlung erfolgte in Townships ausserhalb des Stadtgebietes... Davon haben wir 4 besichtigt: Langa, Gugulethu, Crossroads und Khayelitsha. Allein sollte man dort nicht hingehen, aber so haben wir Arbeitsbeschaffungs-Projekte, kleine Ausbildungswerkstaetten, eine Mini Bed&Breakfeast Pension (2 Zimmer mit 3 Betten), einen privaten Kindergarten (30 Kinder auf 10 qm - aber sie machten einen zufriedenen Eindruck und haben fuer uns gesungen)...
Es wurde die Praxis eines traditionellen Heilers plus Kraeuter-Apotheke besucht, eine Shabeen (Kneipe) und mehrere Gedenksteine, Kreuze und Mahnmahle fuer unerfreuliche Zwischenfaelle, an die erinnert werden soll...
Das war ein voellig anderes Kapstadt als bisher!!!!
Die Wohnverhaeltnisse sind sehr sehr unterschiedlich in den Townships, sie reichen von luxurioesen Villen (Beverly Hills)bis zu absoluten Blech- und Papphuetten... Der Strom wird mit halbbrecherischen Kabelsalaten abgezweigt von wo auch immer moeglich, viele Huetten sind aus dem Holz der Frachtpaletten gebaut - und es brennt ziemlich oft! Auch sonst sind diese Stadtteile leider ein Hort der Gewalt, trotz einiger hoffnungsvoller Ansaetze...
1.11.05 08:40


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Robben Island

In der Pause steuert Marek zielstrebig das Paulaner Brauhaus an... Er strahlt ueber das ganze Gesicht und freut sich ueber sein Eisbein mit Weissbier, nunja... das Bier ist erfrischend und ich habe Lebersaese mit hausgemachtem Kartoffelpue!!!

Dann geht es mit einem schnellen Katamaran in 30 Minuten auf die Robben Island, etwa 12 km vor der Kueste. Hier war ganz frueher eine Leprastation und von anfang an diente die Insel als Hochsicherheits-Gefaengnis. Es ist wohl nur 2 oder 3 mal die Flucht gelungen (Stroemung, eiskaltes Wasser. Haie).

Hier also hat Nelson Mandela und viele andere Chiefs und Fiehrungskraeft des ANC und anderer Organisationen (Guerilla fuer die eine Seite, Freiheitskaempfer fuer die andere Seite) in kleinen trostlosen Zellen gesessen, Mandela 17 seiner 26 Gefaengnisjahre...

Sehr interessant waren die ausfuehrungen der Guides, alles ehemalige Gefangene, die auch viel von ihrem persoenlichen Schicksal berichteten. Die Tour bestand aus einer Inselrundfahrt mit Blick auf die Steinbrueche, in denen die Haeftlinge arbeiten mussten und aus einer Fuehrung durch das Gefaengnis selbst. Die komplette Insel ist sein einigen Jahren als Weltkulturerbe der Unesco registriert.

Das Wetter heute nachmittag zum ersten Mal windig und grau-in-grau mit kleinen Nieselregelnschauern, passt wunderbar zum tristen Thema und Ambiente der Insel...

1.11.05 08:50


es steht jemand auf der Leitung

Seit gestern nachmittag bin ich nun in Durban, aber die Leitungen hier sind nicht ok - ich habe schon in 2 Internet Cafes Texte geschrieben, die dann WEG waren :-((

Die AOL-Emails konnte ich lesen, aber nicht antworten!!!!

Morgen, Donnerstag hoffe ich einen Ausflug nach Lesotho ueber den Sani-Pass zu machen (14 Stunden Ausflug) und Freitag fahre ich dann mit dem BazBus nach St Lucia. Dort - hoffe ich - kann ich am Abend in Ruhe emailen und bloggen....

2.11.05 15:53


in Durban

Hach - jetzt funktioniert es wieder.... bedenkt, ich bin in Afrika!!

Also, gestern Mittag hat Kulula mich hierhergebracht - ich habe natuerlich auf den Anfang der Ansage geachtet:
Hallo Fans, bitte nehmt alle Gepaeckstuecke und Koerperteile as dem Gang und verstaut sie sorgfaeltig, dann stellt die Rueckenlehne in die unbequemst moegliche Stellung und schlingt den Sicherheitsgurt um eire bewundrungwuerdige Taille... (naja, sie kannte halt MEINE Taille nicht!)
Es waren alles Blondinen, mit Blueten im Haar und der Flug via PI (Port Elisabeth) verging wieder wie im Fluge.

Das erste, was mit in Durban auffiel, ware in Rotelbus! Der 2. schon, einen hatte ich auch am Kap der Guten Hoffnung gesichtet (ich bekomme dabei so richtige Heimatgefuehle)!

Durban hat 2,5 Millionen Einwohner, ist der groesste Hafen im sueflichen Afrika und voellig, voellig anders als Kapstadt!!
Dort alles sehr weiss, europaeisch, hollaendisch/deutsch mit ein paar malayischen (und schwarzen natuerlich) Einfluessen, hier orientalisch, indisch, britisch - mit viel schwarz dazu. Quietschebunte Hindu-Tempel, feinzieselierte Moscheen...
Dazu das Rathaus, ein riesiger Barockbau mit intergrieertem Museum, Palmen und Denkmaelern ringsum (warum muss ich dabei eigentlich an Suedameriak denken..)

Wunderbat die Golden Mile, azurblauer Indischer Ozean mit warmem Wasser, goldener Strand mit sich im lauen Lueftchen wiegenden Palmen und ein Hotel nach dem anderen... Hier wohne ich nicht! Ich blicke auf das Rathaus, nebenan ist das Royal Hotel mit dem Royal Cafe... dort hatte ich gerade einen Kaffee mir Schokoladentorte :-))
2.11.05 16:06


ueber den Sani-Pass ins Koenigreich Lesotho

Der Ausflug gestern war schon mal ein absoluter Hoehepunkt - noch viel schoener die Landschaft als ich mir sie habe vorstellen koennen... Die Berghaenge, Taeler, Hoehen, alles ist zartgruen in vielen Schattierungen, Gras, Moos, kleine Bueschchen (Shrubbs, wie der Englaender sagt) - ich konnte mich gar nicht satt fotographieren. Die UNESCO hat auch gleich die kompletten Drakensberge als Welt-Naturerbe anerkannt. Was meinte der Guide Ernie: wir brauchen den Schwamm.... sonst waeren die kompletten Berghaenge schon lange den Bach runtergegengen ( durch Erosion veroedet, konnter man vorher auf der Fahrt sehen).

So ein Glueck mit dem Wetter, bei Abfahrt in Durban grau-in-grau und Nieselregen, bei Pietermaritzburg Nebel und Sturm, in Underberg (das ist hier ein Ort, kein Getraenk!0 umsteigen in 4rad getriebene Fahrzeuge, 2 km weiter: blauer Himmel, Sonnenschein, die Luft klar und wunderbar.

Der Sani-Pass liegt auf 2.890 m Hoehe und ist der hoechste afrikanische Pass, mit dem hochsten afrikanischen Pub (dort haben wir gegessen). Deutsche Stimmen, am Nachbartisch, ich frage nach: aus Langenhagen, Karl-Kellner-Strasse (ich fasse es nicht)

Hier ist der Grenzuebertritt nach Lesotho, ein Koenigreich so gross wie Belgien, unabhaengig und bitterarm - aber wunderschoen. Nur Bergwelt, ein Hochplateau ueber Afrika, sozusagen. Haupteinnahmequellen: Schafe, Ziegen, Marihuana-Schmuggel...
4.11.05 15:31


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