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Windhoek / Namibia

...ich habe sehr gut und lange geschlafen :-))
Gestern bin ich durch die Stadt gebummelt, ueberall Schilder, z B: Storch-Moden / Umstandskleider und Baby-Ausstattung oder Biggies Blumenlaedchen - mit deutschen Adventskraenzen (es hat so etwa 38 Grad um die Mittagszeit) oder auch Backparadies - Broetchen und Teilchen wie zuhause....

Ich goenne mir im Central-Cafe eine Linsensuppe mit Wuerstchen und lese die Allgemeine Zeitung ...
Auch die Strassenschilder - mindestens die Haelfe heissen noch ... strasse; z. B. Bahnhofstrasse oder Uhlandstrasse - nur die Hauptstasse wurde umbenannt: frueher Kaiser-Wilhelm-Strasse, jetzt Independece Avenue (das war natuerlich fuer einige Alteingesessene ein harter Brocken)! Natuerlich haben die alten Kaempfer: Fidel Castro, Sam Nujoma, Robert Mugabe und Nelson Mandela auch ihre Strassen erhalten....

Elke, eine Mitschuelerin aus der Wilhelm-Raabe-Schule (ist schon ziemlich lange her) hat mich nachmittags abgeholt und imit mir eine kleine Stadtrungfahrt gemacht. Seit etwa 15 Jahren ist sie in Namibia und hier mit einem Herrero verheiratet. Sie ist Lehrerin an der Deutschen Schule. Ich loechere sie mit Fragen zu Stadt, Land und Leuten, heute nachmittag bin ich bei ihr zum Kaffee trinken eingeladen.
30.11.05 12:21


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auf nach Windhoek

Jetzt geht es wieder los, 500 km westwaerts auf schnurgerader Strasse (wenn wirklich mal eine Kurve kommt, dann gibt es vorher ein Verkehrszeichen und sagt: Kurve) Richtung Rundu, immer an der angolanischen Grenze entlang.
Im Prinzip die Strecke, die ich vorher in Botswana (suedlich hiervon) durch das Okavangodelta und die Nationalparks nach Osten gefahren bin...

Was ist das denn? Vorne klatschen ununterbrochen Insekten aus die Windschutzscheibe, fast wie Schneeflocken im Schneesturm - blos das die zerplatzten Leiber nich wegtauen! Auch seitlich, ueberall Insekten, fast eine halbe Stunde lang.... Wir ueberqueren den Okavango, der aus Angola kommt und suedlich von hier nach Botswana ins Delta fliesst. Danach ist eine grosse Shell-Tankstelle. Wir biegen ab - und dann bemuehen sich mehrere Jungs, uns wieder durchblick zu verschaffen. Es sind fliegende Termiten, die kommen zu abermillionen beim 1. Regen raus (so etwa wie fliegende Ameisen, nur halt groesser).

Ach ja - ich habe die Bord-Toilette aufgesucht, dank einer Spraydose Lavendelduft gar nicht so uebel - mich irritiert nur das deutsche Schild: Bitte Damenbinden im Muellschlucker entsorgen... Mit rechts und links hab ich es ja noch nie so richtig gehabt, ber irgendwie sitzt der Fahrer auf der falschen Seite - beim naechsten Stopp gehe ich nochmal aufmerksam um den Bus herum - es ist ein ausgemustertet deutsche Neoplan-Reisebus!

Wundervoller Sonnenuntergang, bis wir Rundo erreichen ist es zappenduster. Hier ist Halbzeit!! Noch mal 700 km bis Windhoek (mit Pausen ca 8 Stunden) ich klappe die Ruecklehne nach hinten und schlafe ein - die Stopps Grootfontein, Tsumeb, Otjiwarongo und Okahandja bekomme ich nur am Rande mit. Tee und Kaffee wurde mehrfach serviert, es war eine sehr nette Fahrt....
30.11.05 12:05


ueber die Grenze in den Caprivi-Zipfel

Zuerst einmal 200 km bis zur Grenze nach Namibia. Kurz hinter der Stadtgrenze von Livingstone der 1. Stopp - aha - 3 Jungs steigen aus.... 3 km weiter - das 1. Dorf, der naechste Stopp auf dem Seitenstreifen - der Fahrer steigt aus, geht ins Dorf und kommt 8 Minuten spaeter mit einem grossen Paket im Arm zurueck... Es gibt uebrigens (beruhigenderweise) noch einen 2. Fahrer. Jetzt aber Speed, los gehts - aehhh BREMSEN ...
eine schwarzbunte friesisch-hollsteiner Kuh auf der Fahrbahn - wir sind in Afrika! Als naechstes Hindernis eine kleine Ziegenherde. Die Doerfchen am Strassenrand begeistern mich, sie sind immer noch genau so, wie ich mir Afrika vorstelle (bzw. wie es vor 12 Jahren im abgelegenen Sambia war): runde Lehmhuetten mit Strohdaechern, 3 - 5 davon bilden ein Gehoeft mit einem Zaun aus Holzstoecken. 5 - 10 solcher Gehoefte stehen immer locker zusammen, dann kommt wieder eine Weile Busch. Sesheke ist der einzige richtige Ort, er liegt schon am Sambesi, jetzt geht es ueber die nigelnagelneue Bruecke (letztes Jahr eroeffnet, von deutschem Geld gebaut) und wir sin an der Grenze.

Ausreise - unproblematisch, Einreise Namibia - unproblematisch - halt nein, der Zoll!!! Alles wieder aussteigen, Gepaeck in empfang nehmen und .... 2 Schlangen bilden, 1 x maennlein, 1 x weiblein. Das Gepaeck auf ein Bettgestell stellen und die Beamtin wuehlt l los, freundlich aber bestimmt, ich weis nur nicht, was sie sucht. Die Dame vor mir hatte einen Beutel Chilli-Schoten und einen Beutel kleine Trockenfische im Gepaeck - nunja - jeder nach seinem Gusto.

Nach der Grenze: Katima Mulilo (hier war ich auch schon mal) - DIE Metropole des Caprivi. Stop vor dem grossen Sparmarkt - 1 Stunde Pause!! Wahrscheinlaich ist das zum grossen Teil Karenzzeit, falls der Grenzuebertritt laenger dauert. Ansage ueber das Mikro: wir sollen uns mit Refreshments eindecken.
Brauche ich nicht, ich habe ein Lunch-Paket aus dem Hotel dabei plus 3 1/2 Liter Wasserflaschen aus der Minibar (kostenlos!)

Der Caprivi-Zipfel, ein Unikum aus der Kaiserzeit (Schuckmannsburg, der kaiserliche Verwaltungsposten von damals ist ein paar km weiter gelegen). Ich habe schon immer gedacht: der Tausch mit den Englaendern Helgoland gegen Sansibar war doch eigentlich ein lausiges Geschaeft, so ein kleiner Felsen gegen so eine schoene Insel... Jaaaaa aaaber wir haben damals nicht nur Helgoland bekommen, sondern auch den Caprivi-Zipfel 37 km breit und ueber 400 km lang - unser Zugang zum Sambesi und damit zum Indischen Ozean...
Nunja, die Zeiten sind lange vorbei!
30.11.05 11:51


Transfer nach Sambia

Gestern Abend war Abschiedsessen, ich hatte es wirklich toll getroffen mit meiner Gruppe!!! Nun werden sie zum Flughafen gebracht und ich habe meinen Extratransfer ueber die Grenze nach Sambia, zum Busbahnhof in Livingstone (in dem Kaff war ich auch schon 2 x vorher).
Ein tropischer Regenguss mit Blitz und Donner... Die Sintflut...
Ach, da meint doch der Schatzi von Fahrer, ich sollte ihm meinen Pass geben (plus die 25 $ Gebuehr) - er macht das schon fuer mich. In der Tat, ich muss weder zur Ausreise aus Zimbabwe noch zur Einreise nach Sambia das Auto verlassen, nur mein Chauffeur ist pudelnass - das ist natuerlich ein Trinkgeld wert!!

So, da sitzte ich nun, aus den Haenden vom Tourveranstalter C.C. Africa (sehr empfehlenswert) entlassen un mal wieder auf mich gestellt! Es ist kurz nach 10.00h und die Abfahrt soll um 12.00h sein. Busbahnhof heisst hier, 3 Baenke an einer Hauswand und darueber ein Wellblechdach. Um mich herum viele Leute, ich bin die einzige Weisse. Es faehrt von hier 6 x am Tag ein Bus nach Lusaka, in die Hauptstadt ( ca. 6 Stunden ) und 4 x die Woche der Intercape Mainliner nach Windhoek ( 18 Stunden ) - au f den warte ich...

Ein Taxi haelt, eine Dame mit braunen Zottelhaaren (Zoepfchen wie Teppichfransen) und einer grauen Webpelzjacke steigt aus, dann wird ihr Gepaeck entladen: 12 riesiege in Folie verpackte (teils aufgerissene) Pakete mit Uebergardinen oder was auch immer, Brokat und Pluschstoffe mit Trotteln) - sie werde ich nun die naechsten 1,5 Stunden beobachten, wie sie unermuedlich umpacht, um ihre Schaetze vor dem Regenwaser zu schuetzen :-)) Sie faehrt dann aber nach Lusaka weiter.

Puenktlich 11.45 h rollt ein groesser Doppelstockbus mit namibischer Flagge auf der Seite auf den Hof.... das ist meiner!
Zuerst wird das Gepaeck eingecheckt (mit Baggage Label!) und in einem Anhaenger verstaut, dann steige ich ein: es gibt eine Stewardess mit Passagierliste, sie schaut sich sorgfaeltig meinen Pass und meinen Fahrschein an (Internet-Ausdruck) und dann werde ich von der List abgehakt. Ich soll nach ober, ist mir sehr recht! da mache ich es mir gemuetlich, habe einen Doppelsitz fuer mich, der Bus ist nur etwa halb voll. Puenktlich 12.00 h geht es los, ueber Lautsprecher erfolgt eine Ansage: auf dieser Fahrt gibt es einen kostenlosen Kaffe & Tee Service! Na, dann mal los...
30.11.05 10:34


die Victoria Faelle

DIE Sehenswuerdigkeit in Zimbabwe, eigentlich ein Land, in das man aus politischen Gruenden im Moment NICHT fahren sollte!!! Aber der kleine Ort Victoria Falls ist die grosse Ausnahme, seit ueber 100 Jahren dominiert hier der Tourismus!!! Die Faelle sind traumhaft schoen, aus einer Breite von 1,7 km stuerzt sich der Sambesi ca 100 m in die Tiefe. In der Mitte des Sambesi - und damit auch der Faelle - befindet sich die Grenze zwischen Zimbabwe und Sambia. Im Moment ist Niedrigwasser, d.h es stuerzt nur etwa ein Drittel der normalen Wassermassen - und das nur auf der zimabwische Seite! Die komplette sambische Seite ist knochentrocken!!!
Das ist auch ein interessanter Anblick.

Aber auch bei Niedrigwasser ist der Anblick einfach wunderbar, man kann naeher ran, die Gischt fliegt nicht so ueppig und hoch, aber Regenboegen ueber Regenboegen. Mosi-oa-Tunya heisst das Schauspiel hier bei den Einheimischen: Rauch, der donnert - ein sehr passender Name, wie ich finde.

Nachdem ich einen Flim verknipst habe (dabei bin ich schon das 3. Mal hier an diesen Faellen!) faehr uns Cryface noch kurz zum Kunsthandwerker-Markt. Da die Amerikaneriinen morgen nach Hause fliegen, und bis jetzt noch keinen Andenkenladen zu Gesicht bekommen haben, ziehen sich die Kauf-Verhandlungen etwas in die Laenge, ich bin jetzt stolze Besitzerin einer Holz-Giraffe :-))
30.11.05 10:21


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